
heute morgen wäre dieser ganze plan jedoch um ein haar zerstört worden. felix und christina waren schon längst auf der arbeit und ich wollte mich gerade richtung bus begeben und vorher noch schnell etwas von der terrasse reinholen. leider hatte ich vergessen, das schloss von innen zu entriegeln, so dass man die tür auch von außen öffnen kann. die tür ging also zu, und ich stand ohne meine ausflugs-ausrüstung (und noch viel schlimmer, ohne schlüssel) im garten. ausgesperrt. na toll. während ich mir schon überlegte, wie ich die nächsten 5 stunden alleine auf der terrasse ohne jegliche hilfsmittel möglichst interessant gestalten kann, lief ich zu allen fenstern, um zu schauen, ob man eventuell eines von ihnen irgendwie austricksen könnte. die fenster stehen hier zwar immer alle ein stück auf (man kann sie nach oben schieben), aber eben auch nur 10 cm und sind in dieser stellung verriegelt, also auch mit ganz viel gutem willen und dünnemachen ist da leider kein durchkommen möglich. aber: immer hin stehen sie ein stückchen auf, und diese tatsache hat dann letztendlich auch meinen tag gerettet. ich habe das fliegengitter an meinem zimmer ein stück hochgeschoben, und meinen computer und meinen (schon fertig gepackten) rucksack auf dem bett erspäht. den computer konnte ich mit der hand durch den fensterspalt nach draußen ziehen, den rucksack leider nicht, zu weit weg. erstmal habe ich also felix versucht, über skype zu erreichen, als der jedoch nicht antwortete, mussten andere maßnahmen her.
zuerst habe ich mit einer schwimmflosse versucht, den rucksack irgendwie zu mir ranzuziehen, hat leider nicht geklappt. dann habe ich im schuppen eine überdimensional große gartenschere gefunden, und mit der habe ich es dann mit ein bisschen akrobatik und geduld geschafft, den rucksack nahe genug ans fenster zu befördern, um ihn dann rauszuholen. was hatte ich natürlich noch nicht reingepackt? meinen schlüssel! dafür aber mein telefon, mit dem ich felix anrufen und ihm mein leid klagen konnte und vor allem natürlich um zu fragen, ob die herrschaften noch irgendwo einen schlüssel im garten versteckt haben. natürlich nicht :). da ich jetzt aber alles beisammen hatte außer dem schlüssel, kletterte ich einfach über's gartentor und fuhr in die stadt, um mit felix mittagspause zu machen. eigentlich wollte ich die harbour bridge von nord nach süd, also in die stadt hinein überqueren, stattdessen fuhr ich dann eben erst mit der fähre rüber und bin stadtauswärts gelaufen, war genauso gut. auf dem rückweg habe ich mich dann nochmal ein bisschen verlaufen, ich wollte eigentlich mit dem bus zurück nach hause fahren, habe mich dann aber in den seitenstraßen so sehr verheddert, dass ich letztendlich den kompletten weg gelaufen bin und jetzt qualmende füße habe.
dank felix und seinem schlüssel bin ich auch mittlerweile wieder IM haus. der fernseher hat den ganzen tag über alleinunterhalter gespielt, ich hatte es leider nicht mehr geschafft, ihn auszuschalten, bevor ich mich ausgesperrt habe. was lernen wir daraus? türschloss das nächste mal zweimal kontrollieren :).
so langsam merkt man, dass es herbst wird hier in australien. die tage werden kürzer und kühler wird es außerdem. wir haben zwar zwischendurch immer wieder sonnige und warme tage, an anderen tagen wiederum ist es echt ziemlich frisch. letztes wochenende hat es fast nur geregnet, und wir hingen auf der couch, haben uno gespielt, film geguckt, wein getrunken und uns prächtig amüsiert. wir waren so faul, dass wir einfach kaum vor die tür gegangen sind. macht ja auch keinen spaß bei dem wetter. heute war es dafür echt wieder hochsommerlich warm.
ich bin jetzt noch für dreieinhalb wochen hier, und ich hoffe, bis dahin halten die temperaturen noch ein bisschen :). bis bald!
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